Kompetent in die Medienzukunft: Preisverleihung
Dieter Baacke Preis 2002 für Medienpädagogische Projekte mit
Kindern, Jugendlichen und Familien im Hamburger Rathaus verliehen.
Der Dieter Baacke Preis, gemeinsam ausgelobt vom Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Gesellschaft für Medienpädagogik
und Kommunikationskultur, wurde am Montag im Hamburger Rathaus verliehen.
Mit dem bundesweit ausgeschriebenen Preis werden beispielhafte Projekte
prämiert, die im Umfeld der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit mit
Kindern, Jugendlichen und Familien entstanden sind.
In ihrer Laudatio hob Dr. Cordula Fink als Sprecherin der aus renommierten
Medienpädagogen bestehenden Jury hervor, wie schwierig es war, eine
Entscheidung zu treffen. Die eingereichten engagierten und in vieler Hinsicht
preisverdächtigen medienpädagogischen Projekte zeigen, dass
"überall in diesem Land Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
mit der Unterstützung von Medienpädagogen fantasievoll, bissig
und unerbittlich scharfgeistig den Finger auf Wunden legen und ihre Umwelt
mit Hilfe der neuen und alten Medien sezieren, bearbeiten, humorvoll spiegeln
und abbilden."
· Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis erhielt in diesem
Jahr das Projektbüro des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt für
das "Planspiel Plan N".
Im Rahmen dieses spannenden Planspiels, dessen hervorstechendes Merkmal
immer ein tatsächlicher oder fingierter objektiver Konflikt ist,
der durch die Interaktion von Gruppen zu einer Lösung gebracht werden
soll, werden die Teilnehmer zu selbsttätig Forschenden und Gestaltenden.
Planspiel N ist ein Projekt, dass eine spielerisch-kreative Symbiose von
politischer Bildung und aktiver Medienarbeit darstellt, die den einzelnen
Jugendlichen befähigt, sich anhand eines historisch-politischen Themas
zu informieren und die gewonnenen Informationen selbsttätig in mediale
Produkte unterschiedlichster Art umzusetzen, allein oder in der Gruppe.
· Der zweite Preis in Höhe von 1.500 Euro wurde
an Christoph Liesendahl, Werner Mager, unter Direktive Monika Fleischmann
von der Fraunhofer Gesellschaft St. Augustin Bonn verliehen für das
die experimentell-künstlerische Multimedia-Aktion "Ich sehe
was Du hörst".
Mit diesem Projekt wird technisch Komplexes verständlich gemacht
und Sinnliches in enger Verbindung mit technischen Prozessen in den Reflektions-
und Erfahrungsprozess integriert.
· Der mit 500 Euro ausgezeichnete dritte Preis ging
an das Wissenschaftliche Institut des Jugendhilfswerks Freiburg e.V. für
das Mädchenmedienprojekt medi@girls, da es sich alltagsnah, frech
und humorvoll, pfiffig und ideenreich auf verschiedenste Weise mit mädchentypischen
Themen befasst. Entstanden sind alltagstaugliche Produkte wie ein Jahreskalender
und Internetauftritte.
Die hohe Qualität der vielen Einsendungen bewog die Jury, außerdem
zwei Projekten eine Anerkennung auszusprechen. Sie gingen an die JG
Stadtmitte-Jena für die Videodokumentation "24 Stunden im Leben
eines Punks" und an den Förderverein für multimediale
Partizipation e.V. Aachen für das multimediale Politik-Projekt "dol2day".
Die Preisgelder sind als Zuwendung für die weitere medienpädagogische
Arbeit der Einrichtungen der Jugend-Kultur- und Bildungsarbeit gedacht.
Mehr als 600 Besucher nahmen an der Preisverleihung anlässlich des
Empfangs durch den Senat der Freien Hansestadt Hamburg im Rahmen des Medienkongresses
2002 für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses und durch
das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für
die Preisverleihung bei.
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