Ganz anders bei Rebekka (10) und ihrer
jüngeren Schwester Evelyn (6 Jahre). Sie surfen ohne jede Beschränkung
durch Filter im Internet. Die Mutter hatte die Kindersicherung bei AOL aktiviert,
sie allerdings sehr schnell wieder abgeschaltet. “Mama war vollkommen
genervt, als nicht alles mehr ging und wir ständig bei ihr nachfragen
mussten!” erklärte uns Rebekka und wird dabei unterstützt
von der kleinen Schwester. Die drei haben nach einiger Auseinandersetzung
einen eigenen Weg gefunden.
| Die Kinder erzählen der Mutter am Abend, wo sie
überall im Internet gewesen sind. Manchmal schaut sich die Mutter
gemeinsam mit den Kindern Internetseiten an, von denen die Kinder
erzählen oder surft mit den Kindern gemeinsam. Die Mutter erklärt
uns: “Ich möchte mit meinen Kindern einen eigenverantwortlichen
Umgang, auch was ihren Medienkonsum anbelangt, erlernen. Durch diese
absolute Offenheit entsteht eine gemeinsame Ebene des Vertrauens.
Technisch bin ich ja froh, dass das Ding (der Computer!) endlich läuft
und warum soll ich es mir nun durch zusätzlichen technischen
Kram wieder schwerer machen.” |
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Beide Ansätze zeigen deutlich, dass die Entscheidung für ein
Medium auch einen entsprechenden subjektiven pädagogischen Handlungskontext
ermöglicht.
Jede Familie muss ihren eigenen Weg zur Medienkompetenz finden.
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