Jan-Uwe Rogge Die Gefahr des Bösen,
die Lust am Bösen - Über die Gewalt in den Medien
1. Ein Blick zurück ist ein Blick in die Gegenwart
Durch das Lesen, schreibt der bekannte Schulreformer Johann Heinrich Campe
1789, ginge der Einfluss reiner sittlicher Grundsätze verloren. Und
Campe überlegt, "ob man einem großen Teil von Menschen noch
anraten soll, lesen zu lernen". Bücher werden als "literarische
Bordelle", die Buchproduktion als "Sintflut" charakterisiert.
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Michael
Kunczik
Medien und Gewalt
Zum Forschungsstand: In meiner 1975 veröffentlichten Dissertation
"Gewalt im Fernsehen. Eine Analyse der potentiell kriminogenen Effekte",
in der die bis dahin vorliegenden empirischen Studien einer kritischen
Analyse unterzogen wurden, lautete das Resümee: "daß eine
Aggressivitätsreduktion aufgrund des Konsums violenter Fernsehsendungen
nicht zu erwarten ist.
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