Mit “Simpsons
– Hit & Run“ gibt es nun ein Spiel für alle aktuellen
stationären Systeme, das ein populäres Grundprinzip bietet,
aber gleichzeitig auf Mord und Totschlag verzichtet.
Zwar liefern sich Bart und Co. keine Feuergefechte mit der Mafia, aber
dennoch erkennt man viele Gameplay-Elemente sofort wieder. In über
50 Missionen darf man die Stadt Springfield zu Fuß oder mit einer
Vielzahl fahrbarer Untersätze unsicher machen. In sieben sehr umfangreichen
Leveln, von denen jedes wiederum zahlreichen Hauptmissionen und Bonusaufgaben
bieten, steuert man nacheinander die einzelnen ProtagonistInnen. Hauptsächlich
fährt man im Auto durch Springfield und erfüllt seine Mission.
Ob man nun in einem vorgegebenen Zeitrahmen den Kwik-E-Markt erforscht,
eine Hausaufgabe rechtzeitig abliefert oder durch den Park rast, hier
wurde an vieles gedacht.
Die lustige und etwas merkwürdige Story, die neben den einzelnen
Mitgliedern der Simpsons-Familie auch dem freundlichen Verkäufer
Apu eine eigene Episode widmet, sorgt dafür, dass keine Langeweile
aufkommt. Die große Anzahl verschiedener freispielbarer Fahrzeuge
und Kostüme, viele kleine Geheimnisse und Gastauftritte von praktisch
allen bekannten EinwohnerInnen von Springfield lassen die etwa 15 Stunden
Gesamtspielzeit erstaunlich kurz erscheinen.
Anfangs ist frustrierend, dass die Fahrzeuge etwas langsam reagieren.
Dadurch kann man sich so stark in einem der Hindernisse verhaken, dass
es oft mehrere Sekunden dauert, bis man wieder auf dem richtigen Weg
ist.
Ganz ohne Gewalt kommt auch dieses Spiel anscheinend nicht aus. So können
andere Fahrzeuge durch ständiges Rammen zerstört und Passanten
mit ein paar Tritten bearbeitet werden.
Die Charaktere, Fahrzeuge und das virtuelle Springfield sind eher simpel
konstruiert und auch die Effekte alles andere als revolutionär.
Doch obwohl das Spiel optisch nicht überzeugt, reicht die Darstellung
aus, um den Charme der Serie einzufangen.
Sehr positiv ist, dass die deutschen SprecherInnen der Serie den virtuellen
Springfieldern ihre Stimmen geliehen haben, wodurch man sich tatsächlich
oft so fühlt, als würde man mitten durch eine Folge der Simpsons
laufen oder fahren. Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann
das spiel auch auf Englisch mit den entsprechenden Originalstimmen spielen
Fazit:
Die Aufgaben ähneln sich zum Teil und folgen immer einem gewissen
Schema. Auch durch opulente Grafik kann das Spiel nicht überzeugen
und wer die Vorläuferspiele kennt, findet in “Simpsons –
Hit & Run“ keine neuen Ideen. Dennoch ist es das beste “Simpsons“-Spiel
und man bekommt in regelmäßigen Abständen etwas zu Lachen.
GRAFIK |
SOUND |
SPIELSPASS |
ORIGINALITÄT |
TEAMGEIST |
GEWALTHALTIGKEIT |
7,5 (von 10) |
8,5 (von 10) |
8,5 (von 10) |
8,5 (von 10) |
7 (von 10) |
7 (von 10) |