Jedes Jahr pünktlich
zur Weihnachtszeit veranstaltet Firmenmaskottchen Mario der Firma Nintendo
eine Party für alle seine FreundInnen. Berühmt geworden ist
die “Mario Party“-Serie vor allem durch den sehr guten Mehrspieler-Modus,
der für viele spaßige Stunden vor dem heimischen Fernseher
sorgte.
Es ist die interessante Mischung aus virtuellem Brettspiel und über
70 abwechslungsreichen Mini-Games, die “Mario Party 5“ einen
besonderen Reiz verleiht. Die SpielerInnen können mit einer gewählten
Spielfigur gegeneinander antreten. Neben dem klassischen Helden Mario,
seinem Bruder Luigi, dem niedlichen Dinosaurier Yoshi und vielen anderen
bunten Figuren, stehen auch ein paar Bösewichte aus dem Nintendo-Universum
zur Auswahl. Bis zu vier menschliche SpielerInnen können an dem freundlichen
Wettkampf teilnehmen und wenn gerade einmal weniger Leute vor der Konsole
sitzen, werden die restlichen Charaktere vom Computer gesteuert. Ziel
ist es, möglichst viele Sterne zu sammeln, die mit Hilfe von Münzen
auf bestimmten Spielfeldern gekauft werden können. Münzen lassen
sich wiederum gewinnen, indem die MitstreiterInnen in kurzen Spielchen
besiegt werden.
Besonders gelungen ist, dass die kleinen Herausforderungen sehr phantasievoll
in Szene gesetzt wurden, auf Wunsch gut erklärt werden und schnell
verständlich sind, selbst wenn man keine große Erfahrung
mit Videospielen hat. Mit der jeweiligen Spielfigur gilt es unterschiedlichste
Wettbewerbssituationen möglichst geschickt, schnell und konzentriert
zu bewältigen. Nicht immer lautet das Motto “jeder gegen
jeden“. Manchmal treten die SpielerInnen auch in Teams, die immer
wieder neu gemischt werden, gegeneinander an. GegnerInnen werden plötzlich
zu Verbündeten, wodurch die Jagd nach Münzen und Sternen an
Dynamik gewinnt. Gewalt ist in Marios Welt ein Fremdwort. Gerechtigkeitsfanatiker
könnten bemängeln, dass das Glück manchmal einen hohen
Anteil am Ausgang eines Duells hat. Das ist aber bei vielen normalen
Brettspielen auch nicht anders. Da sich im Vorfeld Vereinbarungen, wie
z.B. die Rundenzahl selbst festlegen lassen, kann eine Partie schnell
entschieden sein oder auch mehrere Stunden dauern, die aber dank der
Speicheroption nicht zwingend an einem Stück absolviert werden
müssen.
Der Multiplayer-Aspekt ist sowohl der größte Pluspunkt des
Spiels als auch der größte Schwachpunkt. Allein macht “Mario
Party 5“ nämlich wesentlich weniger Spaß. Oft treffen
die virtuellen MitspielerInnen Entscheidungen, die durchblicken lassen,
dass ihre künstliche Intelligenz eher spärlich ausgefallen
ist. Auch der nicht zu unterschätzende Schadenfreude-Faktor leidet
erheblich, wenn keine FreundInnen da sind, gegen die man antreten kann.
Fazit:
Ein Video-Gesellschafts-Spiel das in Gruppen, auch in Familie und Jugendarbeit
viel Spaß bringen kann. Wer die Serie kennt, wird weder überrascht
noch enttäuscht. Der aktuelle Teil bietet das altbewährte
Grundprinzip, aber eine ganze Reihe neuer und vor allem gelungener Mini-Spiele.
Für “Mario Party“-Neulinge ist auch der direkte Vorgänger
empfehlenswert, der im Rahmen der Nintendo “Player´s Choice“-Reihe
neu veröffentlicht wurde und mit einem Preis von 29,95 Euro deutlich
günstiger ist als der neue Gamecube-Titel.
GRAFIK |
SOUND |
SPIELSPASS |
ORIGINALITÄT |
TEAMGEIST |
GEWALTHALTIGKEIT |
7,5 (von 10) |
7 (von 10) |
8,5 (von 10) |
7 (von 10) |
9 (von 10) |
5 (von 10) |