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Kindermuseum Labyrinth - Labyrinth online
Mit welchen Themen/ Inhalten beschäftigt sich das Projekt?
Anliegen des Projektes ist es, unter Einbeziehung einer medienpädagogischen Fachkraft, Kindern beim Erwerb von elektronischen Medienkompetenzen und den dazugehörigen Schlüsselqualifikationen behilflich zu sein. Die aktive Medienarbeit beinhaltet die Vermittlung von grundsätzlichen Funktionsweisen des Computers sowie das Erlernen von Arbeitstechniken wie Datenverarbeitung, Recherche im Internet, das Erstellen eines Internetzugangs, Newsletters etc..

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Welche Zielgruppen werden angesprochen?
Das Projekt richtet sich vorwiegend an sozial Benachteiligte und Migranten-Kinder aus dem Umfeld des Labyrinth Kindermuseums des Kreises Berlins. Hinsichtlich seiner Bevölkerungsstruktur (Bevölkerungsdichte, Arbeitslosigkeit, Ausländeranteil) stellt insbesondere der Bezirk Wedding einen sozialen Brennpunkt dar, den die Projektarbeit fokussiert.
In diesem Zusammenhang werden gerade Mädchen, aufgrund ihrer oft unzureichenden Medienkompetenz, zu einer besonders beachteten Zielgruppe.
Kurze Beschreibung der Rahmenbedingungen
Im Workshopraum stehen mehrere qualitativ hochwertige Computer bereit (1800 mHz Prozessor, gr. Festplatte, Brenner, die alle über ein funktionstüchtiges Netzwerk, einen leistungsstarken Internetzugang (T-DSL) sowie adäquate Software verfügen).
Dort können pro Woche drei Workshops (je zwei Stunden Länge) von jeweils bis zu sechs Kindern wahrgenommen werden. Im Jahr 2002 und 2003 werden diese Workshops außerhalb der Umbauphasen und Schließungszeiten über eine Zeitraum von 40 Wochen angeboten.
Was ist das Besondere des Projekts?
Die spezielle Aufgabe des Projektes ist die Heranführung der Kinder aus unterprivilegierten Lebenssituationen an eigenverantwortliches Arbeiten am Computer.
Kinder sehen sich heutzutage immer größeren Anforderungen an medienorientierten Kompetenzen gegenüber.
Der kompetenten Umgang mit Medien beeinflusst die Zukunftsperspektiven wesentlich.
Das Projekt macht es sich zur Aufgabe Ungleichheiten zwischen Kindern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen dadurch zu vermeiden, dass sie lernen, handlungs- und produktorientiert mit Themen zu arbeiten, die aktueller Gegenstand der laufenden Ausstellungen sind.
Diese sind unter Zuhilfenahme der elektronischen Medien zu bearbeiten und in die jeweilige Ausstellung zu integrieren. Lernen durch Tätigkeit, das Experimentieren und Entdecken vielfältiger Zusammenhänge bietet somit einen neuen Erfahrungsraum dieser Kinder.


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Welche medienpädagogischen Ansätze werden verfolgt?
Der Ausgangspunkt des Projekts Kindermuseums Berlin ist die Situation sozialer Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen in Bezug auf ihren Zugang zu Neuen Medien aufgrund ihrer sozialen Herkunft.
Das Projekt setzt an diesem Defizit an: Medien, die im Alltag nur passiv genutzt werden, auch einmal aktiv, kreativ zu nutzen, dazu haben Kinder im Labyrinth die Möglichkeit.
Die Kinder mussten sich mit der Funktionsweise des Computers zwangsläufig immer wieder selbst auseinandersetzen, um gezielt die erwünschten Informationen aus dem Internet zu erlangen.
Vor allem die Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihrer Herkunft keine Möglichkeit haben, Erfahrungen mit elektronischen Medien und Datennetzen zu sammeln, sollen durch das Kindermuseum einen Zugang zu diesen Medien und damit zu anderen Welten bekommen.
Welche Bereiche der Medienkompetenz fördert das Projekt?
Das Internet als Lernort gewinnt an Bedeutung.
Informationsbeschaffung, Datenaustausch, Kommunikation, Diskussionsforen und sogenannte "Chatrooms" sind hier die wichtigsten Begriffe.
Die elektronischen Medien (Video, Audio, Computer) stehen im Kindermuseum nie alleine für sich, sondern beziehen sich immer auf Inhalte, die vor Ort gerade thematisiert werden: Themen aktueller Ausstellungen werden aufgegriffen, im Rahmen von Video - Audio - Computer -Workshops bearbeitet und in die jeweilige Ausstellung integriert.
Es geht nicht darum, Fluten beliebiger Bilder und Töne abzurufen, sondern die elektronischen Medien als Werkzeuge zu begreifen, mit denen sinnvoll, kreativ und produktiv gearbeitet und gespielt werden kann.
Welche Kenntnisse haben die Teilnehmenden erworben/ aufgebaut?
Durch die mediale Bearbeitung der verschiedenen Themenbereiche lernen die Jugendlichen ihre eigenen Ideen elektronisch zu verwirklichen und auszugestalten.
Der Umgang mit dem Internet wird zu einer Voraussetzung um die eigenen Zielvorstellungen zu verwirklichen.
Neben der Vermittlung technischer Kompetenzen steht der Spaß am Umgang mit Neuen Medien im Mittelpunkt des Projektes: Es geht darum Interesse an medialer Arbeit zu entwickeln, Möglichkeiten der Nutzung und Gestaltung aufzuzeigen und eigeninitiatives Engagement der Kinder und Jugendlichen zu fördern.
Technisches Grundwissen aber auch tiefergehendes Spezialwissen wird so als kreatives Ausdrucksmedium den Teilnehmenden schmackhaft gemacht.
 
Grenzen und Stolpersteine und was man dagegen tun kann:
Zeit ist ein Grundstein jeder pädagogischen Arbeit.
In Bezug auf das Projekt machte sich dies in doppelter Hinsicht bemerkbar:
Zum einen gilt es zu berücksichtigen, dass die Kinder nach dem Schultag nicht mehr voll belastbar sind.
Gerade deswegen ist der „Spaßfaktor“ ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit, dieser gilt als Voraussetzung um die Kinder überhaupt noch zur Arbeit zu motivieren.
Zum anderen gilt es eine qualitativ hochwertige pädagogische Betreuung zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang ist es von besonderer Bedeutung, die zeitliche Belastung und Betreuungsfähigkeit der medienpädagogischen Fachkräfte nicht zu überschätzen.
Eine Begrenzung der teilnehmenden Kinder auf eine Gruppenzahl von bis zu sechs Kindern erwies sich deshalb im Projekt Labyrinth Kindermuseum als erforderlich. Bei positiver Resonanz begrenzt sich somit auch der Wirkungskreis der Kinder, es konnten u.U. nicht alle Wünsche befriedigt werden.
 
Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein?
Zusätzlich zu einer hochwertigen technischen „Hardware“ gilt altersadäquate Software als Prämisse für die pädagogische Vermittlung von Medienkompetenz.
Gerade bei der Nutzung mehrerer elektronischer Medien ist es notwendig durch die spezielle Software Kombinationsmöglichkeiten zu ermöglichen.

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Tipps & Tricks zur Durchführung ähnlicher Projekte:
Neben den oben bereits erwähnten Grenzen der Belastbarkeit des Fachpersonals hat es sich als besonders relevant erwiesen, regelmäßige Terminvorgaben und ihre entsprechende Einhaltung sicherzustellen.
Nur so kann eine dauerhafte Anbindung der Kinder an das Projekt und Kontinuität der Teilnahme zu erreichen werden.

 
Was hat den beteiligten Kindern/Jugendlichen besonders viel Spaß gemacht, Welche Teilbereiche des Projekts sind besonders gut gelaufen?
Das Interesse der Kinder am spielerischen und dennoch zielorientierten Umgang mit einem Computer stellt für sie wohl den größten Motivationsfaktor dar. Der sichtbare Erfolg in der Beherrschung einzelner Arbeitstechniken und ihrer Anwendung zum Erreichen eines selbst gesteckten Ziels führten erhöhter Ausdauer und Freude am weiteren Umgang.
Links und weitere Informationsmöglichkeiten
Email: kontakt@labyrinth-kindermuseum.de
Homepage: www.labyrinth-kindermuseum.de
Telnr.: 030 / 499 130 92
Ansprechpartner: Jörg Baader / Anne-Maike Denzig