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      What's up? Das Internetmagazin aus dem Münchner Westen    
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Mit welchen Themen/ Inhalten beschäftigt sich das Projekt?
Im Verlauf des Medienprojekts What's up? soll unter weitgehender Miteinbeziehung von Kindern und Jugendlichen eine stadtteilbezogene Internetplattform entwickelt werden - als Teil einer lokalen Kinderöffentlichkeit. What's up? fokussiert die Lebens- und Alltagswelten der Heranwachsenden eines Stadtteils, schafft Anlässe und Möglichkeiten zum Gebrauch der neuen Medien durch die Produktion eines digitalen Stadtteilmagazins und fördert die Information und die Kommunikation unter Gleichaltrigen.

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Welche Zielgruppen werden angesprochen?
Kinder und Jugendliche von 7 bis 16 Jahren aus dem Münchner Westen. Mitmachen kann man als Einzelner, in der Gruppe oder als ganze Schulklasse. Wir sprechen alle an, die Lust haben sich mit dem Alltag und Leben in ihrem Viertel auseinanderzusetzen und darüber auf What's up? zu berichten: im Bild, im Text, im Film, mit Hörbeiträgen usw. Darüber hinaus wenden wir uns an erwachsene Interessenten und Multiplikatoren im Stadtteil: Eltern, Lehrer, Freizeiteinrichtungen, Büchereien.
Kurze Beschreibung der institutionellen Aspekte
Träger des Projekts ist die Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Pasinger Fabrik, eine kulturpädagogische Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Familien aus dem Münchner Westen und aus der ganzen Stadt. Die Kulturwerkstatt, beheimatet im Kultur- und Bürgerzentrum Pasinger Fabrik, bietet ein Kursprogramm, initiiert Projekte und veranstaltet Festivals, macht Kino und viele offene Angebote, organisiert wird das Ganze von Kultur & Spielraum e.V. im kommunalen Auftrag.
Was ist das Besondere des Projekts?
Durch eine Vielfalt an Themen, Medien und Bearbeitungsformen soll es möglichst vielen Kindern ermöglicht werden, sich beim Internetstadtteilmagazin zu beteiligen. What's up? versucht die Verbindung von Aspekten jugendlicher Selbstdarstellung ("Das sind wir") mit einem stadtteilbezogenen Ansatz ("Das gibt es hier") und verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten von neuen und alten Medien ("So geht das").


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Welche medienpädagogischen Ansätze werden verfolgt?
Besucher der What's up?-Aktionsprogramme finden ein Arrangement verschiedener inszenierter Medienwerkstätten mit unterschiedlichen Tätigkeitsangeboten vor. Der Zugang ergibt sich mal eher über die jeweilige Technik oder die Lust darauf, ein neues Medium auszuprobieren, mal steht das Interesse an einem bestimmten Thema im Vordergrund und die mediale Bearbeitungsform ist zunächst nachrangig. Wichtig erscheint die Mischung aus vertrauten Techniken, zum Beispiel Texte verfassen, und solchen mit hohem Attraktions- oder Lernpotential, bei denen man zu schnellen Ergebnissen kommt, die aber auch für die Geduldigeren Herausforderungen bereithalten.
Welche Bereiche der Medienkompetenz fördert das Projekt?
Welche Kenntnisse haben die Teilnehmenden erworben/ aufgebaut?
Das Wissen um die Grundfunktionen des Internets (Kommunizieren, Recherchieren, Veröffentlichen) und die Voraussetzungen und Möglichkeiten, Kinderseiten, interessenspezifische Seiten oder Suchmaschinen online zu benutzen. Erfahrungen und Kenntnisse über den Stellenwert von Medien wie Zeitung, Internet oder Fotografie für die Gestaltung des eigenen Lebens als Heranwachsender, als Schüler, als Bürger einer Kommune. Den Erwerb praktischen, möglichst reflektierten Handlungswissens beim aktiven und rezeptiven Gebrauch verschiedener alter und neuer Medien und deren spezifischer Inhalte.
Grenzen und Stolpersteine und was man dagegen tun kann:
Gerade jüngere Kinder verfügen nach unseren Erfahrungen derzeit nur in sehr eingeschränktem Umfang über tragfähige Kenntnisse in Sachen Internet. Dem entsprechen ihre Möglichkeiten sich selbständig ins Internet zu begeben und dessen Angebote für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Medienpädagogische Programme haben demzufolge zunächst einmal Neugier zu wecken und Grundkenntnisse zu vermitteln. Dabei am Alltagsleben der Kinder und ihren milieu- oder geschlechtsspezifischen Interessen anzusetzen, kann hilfreich sein.
 
Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein?
Sollen bei einer Aktion mehrere Kinder oder gar eine ganze Schulklasse sich zur gleichen Zeit mit digitalen Medien beschäftigen oder bei der Gestaltung von Internetseiten aktiv eingebunden sein, bringt ein Rechner-Netzwerk (in unserem Fall waren es sechs Stück) einige Vorteile. Auch Internet-Grundfunktionen (Mailen etc.) lassen sich an vernetzten Rechnern plausibler demonstrieren.
Fürs Fotografieren empfiehlt sich ein digitaler Fotoapparat. Will man Videosequenzen ins Netz stellen, sollte es mindestens eine S-VHS-, besser eine digitale Videokamera sein. Geschnitten haben wir mit Casablanca. Ein Minidisk-Rekorder sollte für Tonaufnahmen als Gerät die erste Wahl sein. Sehr empfehlenswert ist ein gutes Mikrofon. Trickfilme stellen wir mit analogen Videokameras mit "Einzelbildschaltung" oder mit einer Webcam und der entsprechenden Aufnahme- und Schnittsoftware her.
 
3 Tipps & Tricks zur Durchführung ähnlicher Projekte:
Bei der Gestaltung von Internetseiten bleibt es immer die Aufgabe der Projektplaner, sich vorher möglichst präzise Aufbau, Struktur und denkbare Erweiterungsvarianten zu überlegen. Auch sollte bedacht sein welche Programme und Plug-ins auf welchen Rechnern laufen. Gerade Kinder verfügen zu Hause nicht immer über die schnellsten Zugänge und die jüngste Prozessorgeneration.
Eingebettet in ein multimediales Set, wo verschiedene Techniken einander ergänzen: zum Text kommt das Bild, eine Geschichte wird durch ein selbst aufgenommenes Audiofile erweitert, - und mit der Aussicht auf unmittelbare Veröffentlichung des eigenen Materials, greifen Kinder (oft genug zur Überraschung der begleitenden Lehrer) gerne zum Bleistift oder zur Tastatur und halten ihre Beobachtungen und Erlebnisse schriftlich fest.
Die schönsten Websites bringen wenig, wenn niemand davon erfährt, dass es sie gibt. Weil Mundpropaganda und persönliche Empfehlungen mehr denn je ihre Bedeutung haben, ist die Publizität, die ein möglichst großer Mitmacherkreis schafft, nicht zu unterschätzen.

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Was hat den beteiligten Kindern/Jugendlichen besonders viel Spaß gemacht?
Einen selbst verfassten Text oder ein selbst aufgenommenes Foto kurze Zeit danach im Internet veröffentlicht zu sehen, war für alle Mitmacher immer wieder ein tolles Erfolgserlebnis. Beglückend für die Mitarbeiter ist es, wenn es gelingt, den schnellen Aha-Effekt für die beteiligten Kinder und Jugendlichen zum Ausgangspunkt für einen weiteren Besuch der Aktion oder für eine längerfristige Mitarbeit beim Projekt zu machen.
Viel Spaß bei der Produktion machte und bevorzugt angesurft werden die Audiobeiträge auf What's up?, die Hörrätsel oder Interviews. Der Gebrauch eines Minidisk-Rekorders ist schnell erklärt und Audiobearbeitungsprogramme, die es auch als Freeware gibt, ermöglichen es auch Kindern ohne Vorkenntnisse die aufgenommenen Tondokumente anschließend umgehend zu bearbeiten und zum Upload fertig zu montieren.
 
Didaktische Materialien
Günther Anfang / Kathrin Demmler / Klaus Lutz (Hrsg.):
Erlebniswelt Multimedia. Computerprojekte mit Kinder und Jugendlichen
München 2001, € 14,50

Cornelia Beckstein, Marion Schäfer:
Der geflügelte Bleistift. Jede Menge Spielideen und Aktionen rund um Schreiben, Lesen und Literatur
Münster 2000, € 16,40

Bundesfamilienmisterium (Hrsg.):
Ein Netz für Kinder. Ein praktischer Leitfaden für Eltern und Pädagogen
Kostenlos zu beziehen unter: www.bmfsfj.de

Links und weitere Informationsmöglichkeiten
What's up? Das Internetmagazin aus dem Münchner Westen
www.what-s-up.net

Konzepte, Methoden, Projekte, Literatur und jede Menge Links zum Thema
www.stadtteilarbeit.de

Kinder im Internet, Datenbank des Deutschen Jugendinstituts
www.dji.de/www-kinderseiten/default.htm

Beispiele für Kinderstadtpläne im Internet
www.kinderstadtplan.ch/
www.multikids.de/kinderzimmer/framepages/reiseframe.htm
 
Kontakt
Kultur & Spielraum e.V. München
Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Pasinger Fabrik
August-Exter-Str. 1
81245 München
Tel. 089/888 88 06
Fax 089/820 59 78
kjwpasing@kulturundspielraum.de
www.kulturundspielraum.de

Ansprechpartner: Reinhard Kapfhammer


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