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      Jugendhilfswerk Freiburg - Soundcheck    
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Mit welchen Themen/ Inhalten beschäftigt sich das Projekt?
Im Tonstudio des Medienzentrums im Wissenschaftlichen Institut des Jugendhilfswerks Freiburg e.V. haben junge Musikerinnen und Musiker - einzeln oder in Bands - die Möglichkeit, ihre eigene Musik unter professionellen Bedingungen aufzunehmen.
Ziel des Projektes 'Soundcheck' ist es, eine regionale Internetplattform für diese Musikproduktionen von Jugendlichen aufzubauen und damit neue, sich durch das Internet ergebende Veröffentlichungs- und Kommunikationsmöglichkeiten zu schaffen.

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Welche Zielgruppen werden angesprochen?
'Soundcheck' richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren aus dem südbadischen Raum die Musik machen, Mädchen und Jungen aus Schulen, Jugendzentren und anderen Institutionen, in denen pädagogisch mit Jugendlichen gearbeitet wird.
Was ist das Besondere des Projekts?
Die zahlreichen jungen Musikerinnen und Musiker im Großraum Freiburg hatten bislang kaum Gelegenheiten sich öffentlich - live oder medial - zu präsentieren. Durch das multimediale Projekt 'Soundcheck' in Verbindung mit 'Take it' - dem Tonstudio für Newcomer, soll diese Situation entscheidend verbessert werden.

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Welche medienpädagogischen Ansätze werden verfolgt?
Welche Bereiche der Medienkompetenz fördert das Projekt?

Viele Jugendliche legen großen Wert auf Musik. Sie kann existentielle Bedeutung erlangen. Jugendkulturen sind eine bedeutende Sozialisationsinstanz. Sie definieren sich vor allem über eine bestimmte Musikrichtung. Dies zeigt sich nicht nur in der Kleidung, die getragen wird, sondern hat Einfluss auf das ganze Lebensgefühl und ist Ausdruck dessen.

Die Jugendphase ist geprägt von der Ablösung vom Elternhaus, von inneren Konflikten und körperlichen Veränderungen. Die Musik hilft, psychische Spannungen zu verarbeiten. Sie kann (nicht nur) deswegen extrem sein und hat auch abgrenzende Funktionen.

Jugendliche machen Musik. Natürlich - in großer Anzahl - in einem institutionalisierten Rahmen, so z.B. in Schulen, Musikschulen, Chören und Orchestern, wohl ebenso viele aber auch in Eigenregie - Sie proben und sampeln in Jugendzimmern und Kellerräumen, allein oder in der Gruppe. Diesen Jugendlichen ist es wichtig ihr eigenes ‚Ding' zu machen, ihre Erfahrungen, Meinungen, Einstellungen, Probleme und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Sie betätigen sich unter eigener Verantwortung kreativ und konstruktiv unter Einsatz von Energie, Zeit und nicht zuletzt auch ihren (zumeist knappen) finanziellen Ressourcen.

Jugendliche, die auf diese Art und Weise Musik machen, brauchen Freiräume um ihre Kreativität entfalten zu können, oftmals aber auch Hilfestellungen. In den vergangenen Jahren haben sich die Bedingungen für jugendliche Musikerinnen und Musiker insofern gewandelt, dass nicht mehr bei allen ein Proberaum, Instrumente und Verstärker notwendig sind um loszulegen. Durch die Veränderungen jugendkulturell relevanter Musikrichtungen sind auch die Produktionsmittel andere als noch in den 80er-und 90er-Jahren.

Zu den Spielarten des Rock (im weitesten Sinne) kamen neue Musikrichtungen hinzu, im Wesentlichen waren dies Hip Hop und die unterschiedlichsten Formen elektronischer Musik. Der Computer als musikalisches Arbeitsmittel hat stark an Bedeutung gewonnen, sowohl als ‚Instrument' und ‚Arrangierwerkzeug' als auch als Produktionsmedium.

Nicht verändert hat sich hingegen sowohl die hohe emotionale Intensität der Musik und die nach wie vor große Bedeutung der Texte als auch die Schwierigkeit für junge Musiker, sich und ihre Musik öffentlich zu präsentieren. Auftritte und auch eine gewisse mediale Präsenz sind für junge MusikerInnen in aller Regel sehr wichtig. Denn nur dadurch, daß sie sich und das, mit dem sie sich kreativ ausdrücken anderen präsentieren können, haben sie die Chance, ein angemessenes Feedback, und damit eine Bestätigung und neue Motivation für ihr Tun zu bekommen. Es ist für junge Musikerinnen und Musiker (zumindest im Freiburger Raum) äußerst schwierig sich in irgendeiner Form öffentlich zu präsentieren. An dieser Stelle setzt das Projekt ‚Soundcheck' an.

Hier haben auch bildungsbenachteiligte Jugendliche eine Chance zur Artikulation. Dieses Projekt ermöglicht es, Zugang zu Jugendlichen zu finden, die ansonsten nur schwer zu erreichen sind. Dabei spielen weder geschlechtsspezifische, noch bildungsspezifische oder soziale Unterschiede eine Rolle, genauso wenig wie die nationale Herkunft. Musik stellt ein gemeinsames Thema für alle dar.

Wir möchten jungen Künstlern Spaß daran vermitteln, sich selbst zu verwirklichen, kreativ am eigenen Projekt zu arbeiten und es erfolgreich zum Abschluß zu bringen.
Am Ende der Aufnahmesession soll zum Einen die Veröffentlichung der selbstproduzierten Musik auf einem Tonträger stehen, zum Anderen aber auch eine selbstgestaltete Präsentation im Internet durch das Projekt ‚Soundcheck'.

Im Bereich der Musikaufnahmen arbeiten wir in geschlossenen Projekteinheiten. Gemeinsam mit den Jugendlichen wird ein Ziel (also die Erstellung eines Tonträgers und der eigenen Website) anvisiert und die Umsetzung in überschaubaren inhaltlichen und zeitlichen Schritten geplant und verwirklicht. Arbeitsprinzip dabei ist die Gruppenarbeit, die Gruppen können schon bestehen oder neu formiert werden. Die Jugendlichen sollen dies möglichst eigenverantwortlich tun. Wesentlich ist dabei, neben dem ‚Produkt', vor allem auch der Prozess der gemeinsamen Umsetzung.

Durch die vielseitigen Arbeiten am Computer im Bereich der Musikproduktion und dem Erstellen der Materialien für die Website (Bilder, Texte, Audiofiles), vor Allem aber natürlich durch die Arbeit an der Homepage selbst, wird die Medienkompetenz der Zielgruppe gestärkt.

Kontakt
Medienzentrum im Wissenschaftlichen Institut des Jugendhilfswerk Freiburg e.V.
Konradstr. 14
79102 Freiburg

Tel. 0761 70361-13
Email: medienzentrum@jugendhilfswerk.de
www.jugendhilfswerk.de/medienzentrum

‚Soundcheck' befindet sich momentan unter: www.jugendhilfswerk.de/projekte/soundarchiv/index.htm


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