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Mit welchen Themen/ Inhalten beschäftigt sich das Projekt?
Ziel des Projektes ist es, Wissenschaft für Kinder und Jugendliche
verständlich im Radio zu präsentieren. Der Transfer gelingt vor allem
dadurch, dass die Kinder selbst die wissenschaftlichen Themen aufbereiten.
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Welche Zielgruppen werden angesprochen?
Die Zielgruppe besteht aus Kindern und Jugendlichen, die durch Hertz
Junior über die Schule hinaus, Zugang zu wissenschaftlichen
Fragestellungen bekommen. Besonders das Rahmenprogramm von HERTZ JUNIOR,
das mit Musik, Reportagen, Studiogesprächen, Nachrichten und Umfragen
zum Thema unterhält und informiert, macht das Programm für die Hörerschaft
interessant. Als Programm für alle Leute, die an gut verständlich
aufbereiteten wissenschaftlichen Zusammenhängen interessiert sind,
ist HERTZ JUNIOR auch bei vielen Erwachsenen beliebt.
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Kurze Beschreibung der institutionellen Aspekte
HERTZ JUNIOR ist eine einstündige Radiosendung, die donnerstags um 15 Uhr im Programm
von Hertz 87,9 gesendet wird. HERTZ JUNIOR wird in den Räumen von Hertz 87,9, dem ,
CampusRadio der Universität Bielefeld, produziert.Darüber hinaus führen die Kinder
Umfragen in der Stadt und Reportagen an verschiedenen Reportageorten durch. Die Verarbeitung
der gewonnenen Originaltöne wird bei Hertz 87,9 vorgenommen. Zwei medienpädagogisch geschulte
Teama betreuen die Sendung.
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Was ist das Besondere des Projekts?
Das Kinderradio hat in Bielefeld Tradition. Durch den Bielefelder Jugendring gibt es seit
vielen Jahren das Projekt "Kinder-Radio Kurzwelle", bei dem Kinder ein Radioprogramm gestalten.
HERTZ JUNIOR hebt sich von anderen Kinderradioprojekten dadurch ab, dass der thematische
Schwerpunkt auf der Wissenschaft liegt und dass es sich bei HERTZ JUNIOR um eine Live-Sendung handelt.
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Das Team von HERTZ JUNIOR

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Welche medienpädagogischen Ansätze werden verfolgt?
Welche Bereiche der Medienkompetenz fördert das Projekt?
Das Anliegen von HERTZ JUNIOR ist es, Medienkompetenz zu vermitteln. Medien sind zu einem festen
Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen geworden. Somit sind Kompetenzen gefragt,
um Medien selbst bestimmt zu nutzen und sie in das Kommunikations- und Handlungsrepertoire zu
integrieren. Durch den Perspektivwechsel vom Konsumenten zum Produzenten erweitern die Kinder
und Jugendlichen bei HERTZ JUNIOR das Spektrum ihres Medienhandelns. Sie nutzen das Radio als
Mittel zur Auseinandersetzung mit Wissenschaft und erhalten Einblicke in journalistische
Arbeitsweisen.
Ziel des Projektes "HERTZ JUNIOR" ist es, die Wissenschaft aus der Isolation der Universität zu
lösen. Im Rahmen der Idee von Public Understanding of Science and Humanity (PUSH) leistet
"HERTZ JUNIOR" einen Beitrag, indem die Wissenschaft durch die Aufarbeitung der Themen von
Kindern, einem breiten Publikum zugänglich wird. Die Wissenschaft hat im Laufe des 20.
Jahrhunderts an Autorität verloren. Unter anderem ausgelöst durch die bekannt gewordenen Risiken
der Atomenergie werden wissenschaftliche Forschung und ihre Folgen heute zum Teil öffentlich
diskutiert. Die aktuelle Biotechnologie ist ein Beispiel dafür, dass Wissenschaft kein
geschlossenes System mehr ist.
Die Wissenschaft steht in der gleichen Rechenschaftspflicht, wie andere gesellschaftliche
Institutionen auch. Diese Ausführungen beruhen auf den Forschungen Peter Weingarts. Diesem
Prozess der "Vergesellschaftlichung der Wissenschaft" steht laut Weingart die
"Verwissenschaftlichung der Gesellschaft" gegenüber. Das heißt, dass alle Lebens- und
Handlungsbereiche mit wissenschaftlichem Wissen durchdrungen sind.
Demnach stehen Öffentlichkeit und Wissenschaft in einem stärkeren gegenseitigen Einflussverhältnis,
als das früher der Fall war. Diese Öffnung der Wissenschaft findet Niederschlag im so genannten
Public Understanding of Science. Das heißt, dass dem Publikum ein Recht auf Verstehen von
Wissenschaft zuerkannt wird.
Hochschulradios im allgemeinen gewähren Einblick in den Wissenschaftsbetrieb und wirken so an einer
Öffnung der Hochschulen mit.
HERTZ JUNIOR unterstützt diese Idee besonders, da das Bemühen, eine Kindern verständliche
Sprache im Gespräch über wissenschaftliche Inhalte zu finden, die Wissenschaft allgemein
zugänglicher macht für Hörer außerhalb des Universitätskontextes.
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Probleme und Grenzen bei der Durchführung
Das Projekt stößt leider immer wieder an die Grenzen, die ihm durch geringe Geldmittel gesetzt
werden. Um das Projekt in seinen Möglichkeiten voll auszuschöpfen, müssten mehr bezahlte Stellen
in größerem Umfang zur Verfügung stehen. Da die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des CampusRadios
größtenteils ehrenamtlich tätig sind, sind die Zeitressourcen knapp. Der zeitliche Aufwand, den es
bedeutet, eine HERTZ JUNIOR Sendung zu produzieren, ist erheblich. Insofern hängt die Fortsetzung
des Projektes immer von der gesicherten Finanzierung der damit verbundenen Stellen ab.
Mangelnde Selbständigkeit der Partnerschulen ist eine weitere immer wieder auftretende Schwierigkeit.
Im Interesse einer nachhaltigen Auseinandersetzung mit den behandelten Themen, sollen sich die
Schüler und Schülerinnen der Partnerschulklassen selbst ein Thema auswählen, das sie interessiert.
Das HERTZ JUNIOR Team stellt inige Themenvorschläge zur Auswahl, aber gibt nicht vor, was gemacht
werden soll. Leider sind die SchülerInnen und LehrerInnen der Partnerschulen oft passiv und machen
keine eigenen Vorschläge. Insgesamt gestaltet sich der Kontakt zu den Schulen schwierig. Es ist schwer,
die engagierten Lehrenden zu erreichen, die den Wert des Projektes HERTZ JUNIOR erkennen und bereit
sind, ihren SchülerInnen die Möglichkeit zu bieten, daran teilzunehmen. Besonders, wenn dieses mit
einem Mehraufwand für sie verbunden ist. Dafür ist die Zusammenarbeit, die zustande kommt, besonders
intensiv und bereichernd für alle Beteiligten.
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Welche technischen Voraussetzungen müssen gegeben sein?
Für die Produktion einer HERTZ JUNIOR Sendung wird ein Aufnahmegerät benötigt, damit Reportage und
Umfragen durchgeführt werden können. Zwei PCs werden gebraucht, um Moderationen und Nachrichten -
Infakt Junior - zu produzieren und die Beiträge zu schneiden, sowie die Wiederholung vorzubereiten.
Ein Telefon wird benötigt, um die Kontakte mit den Partnerschulen herzustellen und zu erhalten.
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Was hat den beteiligten Kindern/Jugendlichen besonders viel Spaß gemacht, welche Teilbereiche
des Projekts sind besonders gut gelaufen?
HERTZ JUNIOR macht den Kindern und den Studierenden Spaß. Es ist über das Vergnügen hinaus eine
Zusatzqualifikation für die Studierenden, die sie durch ihre Arbeit bei HERTZ JUNIOR erlangen.
Gerade für Studierende der Pädagogik ist die Mitarbeit bei HERTZ JUNIOR eine Möglichkeit
medienpädagogische Kompetenz zu erlangen. Aber auch für Studierende, die Interesse an
Wissenschaftsjournalismus haben, ist HERTZ JUNIOR eine hervorragende Qualifikationsmöglichkeit.
Da durch die usammenarbeit mit den Kindern und Jugendlichen oftmals der Blick für das Wesentliche bei
wissenschaftlichen Fragestellungen geschärft wird, lernt man den akademischen Habitus abzulegen und
sich eine Sprache anzueignen, die klar und verständlich wissenschaftliche Zusammenhänge erfasst.
Besonderen Spaß macht es zu sehen, wie sich das Projekt entwickelt. Immer wieder tauchen ganz
unerwartet Anschluss- und Kooperationsmöglichkeiten auf, die wir dann verfolgen. So zum Beispiel
die Zusammenarbeit mit dem WDR im Juni. Lilipuz berichtet über Hertz Junior. Oder die Präsentation
des Preisträgerkolloquiums in der Universität Bielefeld, die das CampusRadio präsentiert. Dabei ist
der Idee von PUSH dadurch Rechnung getragen worden, dass ein Interview von HERTZ JUNIORkindern mit
dem Leibnizpreisträger Professor Helge Ritter die Podiumsdiskussion eröffnete. Die ernsthafte
Auseinandersetzung des Vortragenden mit den Fragen der Kinder sollte dem Publikum die Hemmungen
nehmen, einzuräumen, dass sie vielleicht auch etwas nicht verstanden haben und somit eine
entspannte Atmosphäre für die Diskussion schaffen. Natürlich ist es auch schön zu sehen, dass das
Projekt Erfolg hat. Hertz Junior hat letztes Jahr den Dieter Baacke Preis gewonnen. Auch dass sich
bisher immer Förderer fanden, spricht für die Qualität des Projektes. Deshalb ist es eine Freude
daran teilzuhaben und das Projekt weiter auszubauen.
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Didaktische Materialien
Hertz Junior - Ein Beitrag zum downloaden und anhören
(folgt in Kürze!)
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Links und weitere Informationsmöglichkeiten
www.wdr5.de/leonardo/index.phtml
(WDR 5 Leonardo - Wissenschaft und mehr)
www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-forschak/date/today/pagetop
Deutschlandfunk - Forschung Aktuell
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Kontakt
www.radiohertz.de
Hertz 87,9 - CampusRadio für Bielefeld / HERTZ JUNIOR
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
Koordinatorin des Projektes: Anna Bella Heinemann
0521 91145-0
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2001 sind folgende Themen bei HERTZ JUNIOR behandelt worden:
- Rechtsradikalismus
- Hexenverfolgung
- Essstörungen
- Sekten
- AIDS
- Das Teutolab an der Universität Bielefeld
- Die Experimenta in Schloss Brake
- Blut, aus medizinischer und aus mythologischer Sicht
- Internet
- Roboter und künstliche Intelligenz
- Weltreligionen
- Gentechnik
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Das Team von Hertz 87,9

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2002 sind bisher diese Themen bearbeitet worden:
- Astronomie
- Biologische Sammlung der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld
- Wehrmachtsausstellung
- Energiesparen
- Virtuelles Lernen
- Das Gehirn
- Literatur
- Nachwuchs und Leistungssport
- Neuroinformatik (In Zusammenhang mit dem Preisträgerkolloquium)
Zur Übersicht "Projekt im Blick"
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