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Interviews

Foto: Prof. Karl-Heinz Himmelmann

Name:
Prof. Karl-Heinz Himmelmann

Tätigkeit:
Professor

Institution:
FH Lausitz

GMK-Expertenbefragung 2005

Karl-Heinz Himmelmann

Was machen Sie? Hat sich Ihre Arbeit in den letzten Jahren stark verändert?

Ich bin Professor an einer Fachhochschule und unterrichte dort.

Hat sich denn durch die Hochschulreformen der Arbeitsdruck erhöht? Haben die neuen Medien die Art des Unterrichtes verändert?

Ich habe selber ein E-Learning-Projekt durchgeführt, das mit Bundesforschungsmitteln im Verbund mit 11 weiteren Hochschulen in Deutschland stattgefunden hat. Wobei das E-Learning bei uns am Fachbereich im Moment nur 1% der Lehre abdeckt. Es ist leider so, dass eine kontinuierliche Finanzierung dieser Angelegenheit noch nicht gewährleistet ist. Weitere Entwicklungen sind im Moment von der fördertechnischen Seite her nicht möglich. Die Infrastruktur ist im Prinzip vorhanden, aber wir haben kein Personal. Es wurde ein weiterer Förderantrag abgelehnt. Zwei halbe Stellen sind derzeit fachhochschulweit für Multimedia und E-Learning in der Beantragung. Die eine Stelle geht an die Bibliothek und die andere halbe Stelle würde dann bei mir landen, speziell im Bereich „Digitales Video“. Wir wären der Ansprechpartner, die Servicestelle für brandenburgische Hochschulen im Bereich „Digitales Video“ zum Einsatz in E-Learning. Eine Vorlesung auf Abruf haben wir bereits gemacht. Wir sind in einem Verbund der brandenburgischen Hochschulen, der an der BTU (Brandenburgische Technische Universität Cottbus) seine Geschäftsstelle hat. Dort wird eine Infrastruktur eingerichtet, auf die sämtliche Hochschulen im Land Brandenburg zurückgreifen können.

Haben Sie auch grenzüberschreitende Projekte, europäische oder internationale? Gibt es Kooperationen?

Wir haben einen integrierten Studiengang, der ein Doppeldiplom für deutsche und polnische Sozialarbeit, Sozialpädagogik ermöglicht. Im Rahmen dieses Studienganges habe ich einen Medienworkshop an der Partnerhochschule in Gorschow in Polen im Dezember durchgeführt. Da wird es regelmäßige Kontakte geben. Der Studiengang wird ganz regulär weiter laufen und die Finanzierung ist vom DAAD schon auf fünf Jahre gesichert. Die Medienarbeit ist ein normaler Teil der Ausbildung, wie bei uns auch. Wir haben ein interkulturelles Projekt gemacht, wo wir Interviews auf der Straße gemacht haben, zudem deutsche und polnische Alltagsgeschichten von Studenten im Vergleich dargestellt haben und das Material als Diskussionsgrundlage für die weitere Seminararbeit genutzt haben.

Wie sind Sie zur Medienpädagogik gekommen?

Ich habe an meiner Uni im Hochschulfilmreferat 16 mm Film gelernt, freiwillig als Zusatzqualifikation. Ich bin dann über Stadtteilarbeit, Gemeinwesenarbeit, Sozialplanung zum Leiter einer Medienwerkstatt berufen worden. In einem Qualifizierungsprojekt für arbeitslose Akademiker habe ich die praktische Seite übernommen. Die Leute waren einen Tag in der Woche zu einer zentralen Qualifizierung und vier Tage bei mir in der Einrichtung. Wir haben Stadtteilarbeit mit neuen Medien hauptsächlich mit Migranten durchgeführt. Wir haben damals eine interkulturelle Medienwerkstatt gegründet, die es heute noch gibt, ich bin auch immer noch Vorstand. Das Video machen habe ich autodidaktisch gelernt. Studiert habe ich Soziologie, in der Medienpädagogik bin ich ein Quereinsteiger.

Was würden Sie heute Studenten empfehlen, die sich für Medienpädagogik interessieren? Sollen die studieren? Kann man zu dem Beruf überhaupt raten?

Ja, unbedingt. Das Problem ist halt, dass das keine grund- und bodenständige Ausbildung ist, sondern sie ist Teilinhalt von Studiengängen oder in Zusatzqualifikationen aufgehoben. Ich denke schon, dass dieser Bereich eine Zukunft hat. In den professionellen Medien und den sozialen und kulturellen Einrichtungen wird der medienpädagogische Bereich immer wichtiger. Es gibt sehr viel auf dem semiprofessionellen Produktionsniveau zu tun, wo für Einrichtungen ein Profi einfach zu teuer wäre. Und außerdem ist die fachliche Nähe gefordert. Eine reine journalistische Tätigkeit ist dabei meistens nicht so richtig hilfreich. Neben meiner Lehre habe ich in den letzten Jahren ein paar Projekte gemacht im Rahmen von Bürgerbeteiligung beim Stadtumbau in Cottbus. Ich habe z.B. eine Auftragsarbeit gehabt, vom Bauministerium Brandenburg angeregt und über die lokalen Wohnungsbaugesellschaften finanziert – eine Langzeitbeobachtung des Umbaus eines Quartiers. Oder ich habe z.B. im Auftrag des Jugendamts mit Studierenden ein Portrait über den Kinder-und Jugendbeirat gedreht, und damit eines jener kleineren Projekte durchgeführt, die Studenten ein Äquivalent zu einem Ferienjob bieten. Teilweise habe ich die Projekte mit der Lehre verbinden können und, die Konzeption und Durchführung jeweils angeleitet Wir haben dabei sehr viel Praktisches erfahren und gelernt.

Die Selbstdarstellungen von Einrichtungen im Sinne von Öffentlichkeitsarbeit, das sind Sachen, die auch in der Medienproduktion in unserem Sozialbereich sehr gefragt sind. Manche Träger wissen inzwischen auch, dass es etwas Geld kostet. Viele fragen an: könnt Ihr uns nicht ’mal eben ein Video über unsere Einrichtung machen? Denen müssen wir dann sagen, dass da mehrere Wochen Arbeit dranhängen. Das Wissen zu verbreiten, was mit Medien möglich ist, ist eigentlich eine ständige Aufgabe.

Bezogen auf das Studium, also Sozialpädagogik-Studenten, die sich medienpädagogisch qualifizieren, haben ganz gute Chancen?

Zusatzqualifikationen sind gefragt. Ich habe einen Studenten, der von Anfang an wusste, dass er Medienpädagogik machen will. Er hat im Grunde alles mitgenommen, was er mitnehmen konnte und hat jetzt in Berlin mit ein paar Leuten einen Verein gegründet. Ich denke, dass er sich über selbstständige Medienarbeit bald über Wasser halten kann. Ansonsten will ich die Leute - die sich über ein ganzes Studium von acht Semestern qualifiziert haben, ganz gerne halten. So ein Student oder eine Studentin wäre auch ein Kandidat für eine halbe Stelle bei mir an der Uni in einem Projekt.

Projektmittel an Land ziehen, damit wäre die Uni, die Fachhochschule auch gefordert. Ich bin einer der wenigen bei uns, die immer wieder Drittmittel herbeigeholt haben. Es macht sehr viel Arbeit und die Unterstützung durch die Hochschule mit dem ganzen Abrechnungswesen ist leider unzureichend.

Was sind Ihrer Meinung nach die zukünftigen zentralen Themen und Tätigkeitsfelder für die Medienpädagogik?

Der große Bereich ist sicherlich das Internet und die Nutzungsweisen oder der Schutz von Kindern, in Teilen auch Jugendlichen vor Inhalten, die gewalthaltig sind oder pornografisch oder sonstig gefährdend, das ist eine Leerstelle. Das ist ganz offensichtlich: was den Kinder- und Jugendschutz angeht, gibt es noch viel zu tun. Aktuell und auch sicherlich noch in der nächsten Zeit.

Ein weiterer Bereich ist die aktive Medienarbeit, so wie ich sie verstehe: Möglichkeiten und Freiräume zu schaffen für Aktionsräume von Kindern und Jugendlichen, damit sie projektbezogen Medien einsetzen können, um sich selber auszudrücken, aber auch ihre Teilhabe an der Gesellschaft, im Sinne von politischer Teilhabe, zu forcieren. Es ist wichtig, Themen aufzugreifen, die im Raum stehen, die meist lokaler Natur sind. Die Aufgaben, die mit diesem Konzept der aktiven Medienarbeit verbunden sind, sehe ich nach wie vor als die zentralen für die Medienpädagogik an. Wobei die konkrete technische Anleitung in Programmnutzungen usw. gar nicht so das Problem ist. Viele Jugendliche sind da sehr schnell lernfähig. Da müsste eine Grundeinführung passieren und dann können sie sich meistens die Programme auch selbst weiter erarbeiten. Aber die Anregung zu Themen und die Rahmenbedingungen zu schaffen, sehe ich als Aufgabe von Medienpädagogen, auch in Jugendeinrichtungen an. Computerclubs oder Internetclubs einzurichten, finde ich nach wie vor richtig. Die Frage stellt sich aber, wie können sich die Kinder und Jugendlichen dort sinnvoll beschäftigen?

Was erwarten Sie an Veränderungen im Medienbereich? Wie wird sich unser Leben in den nächsten Jahren verändern?

Die neuen Maschinen sind noch nicht erfunden. Es kommen garantiert Maschinen, die wir uns noch nicht so richtig vorstellen können. Ich hoffe, dass sie von der Bedienung her etwas einfacher werden und nicht komplizierter. Die elektronische Speicherung von Mediendaten - Kameras ohne Kassetten sind ja jetzt schon vorhanden - wird sicherlich um sich greifen. Und die permanente Verfügbarkeit von größeren Datenmengen, auch Bildern vor allen Dingen, wird eine Herausforderung sein. Insofern wird die Einführung in die Bildsprache ein zentrales Thema. Mit Bildern umgehen zu lernen, sie als eigenständiges Ausdrucksmedium zu begreifen ist erforderlich. Da sehe ich einen wichtigen Aufgabenbereich für die Medienpädagogik. Und die Vernetzung wird stärker werden, die Vernetzung wird uns zu einem anderen Verhalten im Beruf und in der Ausbildung führen. Wobei ich weiß, dass meine Kollegen, die jetzt nicht medienpädagogisch arbeiten, eher nicht an dieser Entwicklung teilnehmen. Zum Beispiel wenn es darum geht kooperative Software in unserem Fachbereich zu benutzen. Es ist fast unmöglich, so etwas einzuführen. Da muss man auf die neue Generation von Hochschullehrern warten.

Migration ist ja ein ständiges Thema. Der Flow von den armen in die reichen Länder wächst. Das beinhaltet zwei mögliche Konsequenzen: zum einen natürlich die Chance die Erfahrung von Neuem, neue Kontakte, zum anderen aber auch neue Ressentiments. Sehen Sie hier neue Aufgaben für Bildung und Pädagogik?

Richtig neu ist das nicht. Das ist im Grunde genommen permanent schon vorhanden. In meinem Berufsleben habe ich eigentlich schon von Anfang an damit zu tun. Das verändert sich sicherlich laufend, aber im Prinzip ist die Aufgabe permanent da. Das war in Berlin natürlich ein bisschen anders als jetzt in Cottbus. Hier haben wir nur 3,5% Ausländer in der Stadt und haben trotzdem eine verbreitete rechte Ideologie, auch in der Normalbevölkerung. Prinzipiell wird immer von zu vielen Ausländern geredet, es ist aber nicht bekannt, dass der Ausländeranteil gerade mal 3,5 % beträgt. Das stellt sich hier etwas anders dar als in Berlin, wo in einem Altbaugebiet etwa 43% der Bewohner ausländischer Nationalität sind. Die Pädagogik hat da eine Aufgabe wie jede andere Disziplin auch, aber wir haben vielleicht mehr Mittel, Vermittlungen durchzuführen. Da ist ein Stück politische Bildung gefragt, da ist interkulturelle Begegnung gefragt, die muss herbeigeführt werden - zum Beispiel durch Veranstaltungen, wo Medien eingesetzt werden können. Ich sehe das in einem kulturellen Zusammenhang.

Wie gehen Sie damit um, dass ein großer Teil der Bevölkerung eher eine rechte Orientierung hat? Ist das auch eine pädagogische Aufgabe?

Ich halte das eher für eine politische Aufgabe. Natürlich haben auch unsere pädagogischen Institutionen damit zu tun, in den Jugendclubs zum Beispiel. Ich habe eine hohe Achtung vor den Leuten, die das speziell als Aufgabengebiet machen. Mir selber würde das sehr schwer fallen, weil ich das als eine politische Gegnerschaft sehe. Die pädagogische Aufgabe geht im Grunde eigentlich nicht gegen Rechts, sondern es geht darum, Jugendlichen überhaupt Orientierung zu geben. Und da Lernprozesse möglich zu machen, die eben nicht auf verkürzten, schlagwortartigen Antworten und auf Aggression basieren, sondern die zur Differenzierung führen. Wir haben immer damit zu tun. Am Wochenende ist hier im Jugendclub ein Überfall passiert, wo eine Veranstaltung zur Propaganda stattfinden sollte. Da sind dann die Rechten mit 20 Schlägern gekommen und haben das Mobiliar kurz und klein gehauen. Das ist hier im Osten doch präsent, nachdem in Berlin die 1. Mai-Demo geplatzt ist. Die Rechten müssen sich wieder zeigen. Es gibt sie, doch sie sind hier nicht mehr so präsent im Stadtbild wie früher, Mitte der 1990er Jahre. Da wäre jemand, der aus Bielefeld kommt, doch einigermaßen erstaunt gewesen, wie das hier zum Alltag dazugehört. Dass diese martialisch aussehenden Leute mit ihren Bomberjacken und Stiefeln hier zum Stadtbild gehörten bzw. immer noch gehören, kann man sagen. Es ist in den Schulen immer noch ziemlich verbreitet, dass dieses Männlichkeitsbild damit verbunden ist und hoch gehalten wird. Es ist aber nicht mehr so, dass die Rechten so offensichtlich zum Stadtbild gehören wie in früheren Zeiten. Ende 1998 habe ich eine Woche „Kultur der Toleranz“ durchgeführt, eine Aktionswoche an unserer Fachhochschule, mit Vorträgen, mit ein paar Aktionen, Buttons prägen usw. Es war ein Versuch in einer Zeit, wo hier die Initiative „Tolerantes Brandenburg“ gegründet wurde, dieses mit zu unterstützen. Im Prinzip ist es notwendig diese Arbeit weiter zu führen. In der RAA, den regionalen Arbeitstellen gegen Ausländerfeindlichkeit, wird sicherlich eine sehr wichtige Arbeit gemacht, da sehe ich auch Medienarbeit für notwendig an. Sie sammeln auch Filme, die dann wieder anderen zur Verfügung gestellt werden. Oder machen Unterrichtsprojekte, bereiten diese für Lehrer auf und stellen sie zur Verfügung. Da gibt es sicherlich auch viel für Medienpädagogen zu tun. Die Tagung habe ich dokumentiert, auch im Video, als Lehrmittel einsetzbar.

Wie ist das da atmosphärisch? Fühlen Sie sich bedroht? Ihre Familie auch?

Nein, überhaupt nicht. Da ist aber tatsächlich die Überlegung, ob man sich so weit hervorwagt, in dem Sinne, dass man hier aktiv rausgeht, dann wäre man sicherlich beobachtet. Aber das wird einen nicht hindern, seine Meinung zu vertreten. Bei der Organisation von einem Straßenfest, wie wir das vorhaben, einem Jugendfest, werden wir das machen. Da überlegt man hier dann schon, ob man bei der Abendveranstaltung den Sicherheitsdienst holt. Nein, man überlegt nicht, sondern das ist eine fest gebuchte Größe. Letztes Jahr standen neun martialisch aussehende Männer in den Ecken rum, das ist schon eine Bedrohungskulisse, die ich eigentlich gar nicht haben will.

Und jetzt zur Medienpädagogik. Gibt es denn da im Unterschied zum Westen weniger Verständnis dafür oder mehr? Oder mehr Bedarf? Wie schätzen Sie das ein?

Von den Möglichkeiten der Jugendlichen und der Studenten und von den Herangehensweisen gibt es m. E. keine Unterschiede. Da halte ich die Generation hier jetzt gar nicht mehr so von der ostdeutschen Gesellschaft geprägt. Die ostdeutschen Jugendlichen nutzen die Möglichkeiten, die es gibt, genau so wie die Jugendlichen im Westen. Es gibt hier im Osten aber nach wie vor die Problematik, dass die öffentliche Diskussion nicht so eine Kultur und Tradition hat wie im Westen. Es passiert viel noch hinter geschlossenen Türen. Wichtige Entscheidungen werden lieber im kleinen Kreis irgendwo getroffen. Zu diesem Bild gehört, dass die Lokalpresse nur mit Mühe in den letzten Jahren ein bisschen investigativen Journalismus betreibt, umfassend tut sie das nicht. Dazu gehört, dass der ostdeutsche Bürger es nicht so richtig gewohnt ist alles Mögliche breit auszudiskutieren und öffentlich zu machen. Das steckt tief in der Gesellschaft drin, so dass sich das nur langsam wandelt. 1995 auf der Bundesgartenschau hier in Cottbus, die ich als kulturelles Ereignis begreife, habe ich einen Meinungsmarkt mit Video gemacht, wo Bürger frei sagen konnten, was sie denn überhaupt mal sagen wollten. Vieles ging um die Bundesgartenschau, vieles waren auch allgemeine Befindlichkeiten, die man mal so ausdrücken wollte. Und das zu lernen - es haben nicht sehr viele Leute daran teilgenommen aber es gibt eben die Leute, die das auch als Chance sehen und nutzen wollen - solche Möglichkeiten aufzubauen halte ich für wichtig, Foren schaffen! Wir haben den Meinungsmarkt dann im lokalen Fernsehen gesendet. Das ist eine Besonderheit, dass sehr viele kleine Fernsehstationen in kleineren Städten existieren. Die Mitarbeiter verdienen da nicht viel, aber es reicht offensichtlich, dass man davon leben kann. Wir haben,etwa 30 bis 40 Sender in Brandenburg und Sachsen, die privatwirtschaftlich betrieben werden und unterschiedliche Konzepte haben. Hier in Cottbus sendet man eine halbe Stunde immer in der Schleife, jeden Tag. Wir haben dort eine Sendung untergebracht, d.h. ein gemeinwesenbezogenes Projekt: Imagevideos für den Stadtteil Sachsendorf. Wir befragen einzelne Bewohner dazu, wie es ihnen hier so geht, wie sie hergekommen sind, was sie schätzen, was sie hier nicht so gut finden. Damit zeichnen wir ein Stimmungsbild und bringen den Stadtteil stadtweit ins Gespräch. Ziel ist, dass das schlechte Image des Stadtteils durch diese authentisch auftretenden, positiv gestimmten Menschen – die meisten Leute reden nicht schlecht über ihre Heimat - korrigiert wird. Ich bin der Projektleiter und arbeite mit drei Teilzeitkräften. Das Medienprojekt wird flankiert durch einige soziale Angebote in Richtung Familienbildung, Jugendarbeit und Koordination von Trägern, von Schule über Kita bis Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit. Fördergeber sind BMBF und die Stadt Cottbus.

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