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Hallo Krieg
Medienprojekt Wuppertal e.V.

Jugendliche haben für ihre Videoarbeit oftmals weder ausreichendes Know how, noch adäquates Equipement oder Publikationsmöglichkeiten außerhalb ihrer Subkultur. Video bietet die Möglichkeit eine Verbindung von kognitiven und emotionalen Inhalten, von Kommunikation und Aktion. Video ist als publiziertes Medium massenwirksam, politisiert informell und schafft so politische Partizipation für Jugendliche.

Das Medienprojekt ist geprägt durch die inhaltliche Autonomie der jugendlichen FilmemacherInnen. Beim Produzieren („learning by doing“) erfahren sie filmgestalterische Unterstützung durch „Film- Profis“ mit politischem Bewusstsein. Mobiles Digital-Videoequipement für Produktion und Postproduktion steht ihnen zur Verfügung. Zudem kennzeichnen massenwirksame öffentliche und szenemäßige Publikationsforen mit entsprechendem Marketing und begleitende Medienkampagnen das Projekt. In ihren Videos bearbeiten Jugendliche keine abstrakten oder recherchierten Themen sondern Themen, an denen sie selbst involviert sind. Deswegen sind ihre Filme oft dynamischer, authentischer, direkter und kompromissloser als Fernsehproduktionen.

Die Dokuserie „Hallo Krieg“ wurde hauptsächlich von 8 Wuppertaler Jugendlichen (7 Mädchen und 1 Junge) im Alter zwischen 18 und 19 Jahren produziert. Die Gruppe arbeitete mehrere Monate an allen Stufen dieses Projektes:
Konzeption, Recherche, Dreh, Interviews, Schnitt, Organisation von Werbung für Aufführungen, Pressetermine, Gesamtorganisation, Konzeption von öffentlichen Friedensaktionen. Weiterhin waren amerikanische SchülerInnen und Studenten aus Bagdad, in Wuppertal lebende Irakis sowie weitere Jugendliche an dem Projekt beteiligt.

Insgesamt entstanden fünf Teile der Dokuserie. Die fünf Serienteile wurden vor, während und nach dem Irakkrieg alle drei Wochen in einem Wuppertaler Kulturzentrum uraufgeführt, die einzelnen Serienteile wurden bundesweit vertrieben oder liefen als Kurzfassung in Programmkinos als Vorfilm. Ein 60minütiger Zusammenschnitt, der nicht nur über den aktuellen Krieg berichten sondern auch zeigt, welche Auswirkungen Krieg im Verlauf der jungen Mensch in verschiedenen Ländern hat, wird inzwischen bundesweit als Bildungsmittel vertrieben.

Das Medienprojekt Wuppertal konzipiert und realisiert seit 1992 erfolgreich Modellprojekte aktiver Jugendvideoarbeit. Jugendliche und junge Erwachsenen werden produktorientiert bei ihren Videoproduktionen unterstützt. Ihre Videos werden im Kino, in Schulen, Jugendeinrichtungen etc. in Wuppertal präsentiert und als Bildungsmittel bundesweit vertrieben. Alle Projekte dienen der aktiven Medienerziehung und dem kreativen Ausdruck jugendlicher Ästhetiken, Meinungen und Lebensinhalte.

Kontakt:
Andreas von Hören
Medienprojekt Wuppertal
Hofaue 55
42103 Wuppertal
Tel. 0202-5632647
borderline@wuppertal.de
www.wuppertal.de/borderline


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